Lexikon CM3 (Contribution Margin 3)

Definition CM3 (Contribution Margin 3)

CM3 steht für Contribution Margin 3, im Deutschen meist Deckungsbeitrag 3. Die Kennzahl zeigt einen weiter nach Kostenstufen bereinigten Ergebnisbeitrag und damit, was vom Umsatz tatsächlich bleibt.

Im E-Commerce wird CM3 häufig genutzt, um nach Warenkosten, variablen Kosten und Marketingkosten zu bewerten, wie profitabel Bestellungen oder Kundengruppen wirklich sind, auch jenseits von Umsatz und Werbekennzahlen.

Inhaltsübersicht

Die genaue CM3-Definition variiert je nach Unternehmen. Klären Sie vor Vergleichen, welche Kostenstufen enthalten sind.

Balken einer Deckungsbeitragsrechnung: Vom Umsatz gehen Waren-, variable und Marketingkosten ab, bis CM3 bleibt
CM3 macht sichtbar, was nach mehreren relevanten Kostenstufen vom Umsatz übrig bleibt.

Bedeutung Warum ist CM3 wichtig?

CM3 ist wichtig, weil Umsatz- und ROAS-Zahlen die Profitabilität oft zu positiv darstellen. Gerade im E-Commerce zählen Warenkosten, Rabatte, Zahlungsgebühren, Versand, Retouren und Marketingkosten.

CM3 bringt diese Realität näher an die Kampagnensteuerung. Statt auf Umsatz zu optimieren, steuern Teams dann auf das, was nach allen relevanten Abzügen übrig bleibt.

Funktionsweise Wie funktioniert CM3?

1
Umsatz bereinigen

Vom Umsatz werden Rabatte und Warenkosten abgezogen, übrig bleibt zunächst ein Deckungsbeitrag.

2
Weitere variable Kosten abziehen

Danach folgen weitere variable Kosten, daraus ergibt sich der Deckungsbeitrag 2.

3
Marketingkosten abziehen

Zuletzt werden die Marketingkosten abgezogen. CM3 kann je nach Modell etwa DB2 minus Marketingkosten bedeuten.

Beispiel CM3 in der Praxis

Ein Produkt erzielt 100 Euro Umsatz. Nach Warenkosten, Zahlungsgebühr, Versand und Retouren bleiben 42 Euro DB2.

Wenn die Akquisekosten 18 Euro betragen, liegt CM3 bei 24 Euro. Erst jetzt wird sichtbar, ob Wachstum profitabel ist. Ein Produkt mit hohem Umsatz kann so schlechter abschneiden als eines mit kleinerem Umsatz, aber besserer Marge.

Praxis CM3 im Online-Marketing

Im Online-Marketing verhindert CM3, dass Kampagnen mit schönem ROAS, aber schwacher Marge zu viel Budget bekommen. Dafür müssen Marketing und Controlling dieselben Zahlen nutzen. Nur dann lassen sich Plattformdaten mit Finanzdaten zusammenführen. Besonders hilfreich ist CM3 hier:

  • Budgetsteuerung: Budget fließt dorthin, wo nach allen Abzügen etwas übrig bleibt.
  • Produktgruppen: Produkte mit hohem Umsatz, aber schwacher Marge werden sichtbar.
  • Neukundenkampagnen: Der tatsächliche Ertrag neuer Kunden lässt sich bewerten.
  • Kanalvergleiche: Kanäle werden nach Ergebnisbeitrag statt nach Umsatz verglichen.

Abgrenzung Typische Fehler bei CM3

CM3 ist stark, wenn Controlling und Marketing dieselbe Sprache sprechen. Stolperfallen sind eine uneinheitliche Kostenlogik, bei der Kostenstufen je Auswertung anders gezogen werden, und fehlende Retouren, sodass zurückgesendete Ware in der Rechnung fehlt. Auch Plattformdaten ohne Finanzdaten stehen ohne Kostenbezug im Raum. Hinzu kommt der Vergleich mit anderen Unternehmen: Sie definieren CM3 teils anders. Deshalb sollte vorab geklärt sein, welche Kostenstufen enthalten sind.

FAQ Häufige Fragen zu CM3

Was bedeutet CM3?

CM3 steht für Contribution Margin 3, also eine dritte Stufe des Deckungsbeitrags.

Wie berechnet man CM3?

Das hängt vom Kostenmodell ab. Häufig werden vom DB2 weitere Kosten wie Marketingkosten abgezogen.

Warum ist CM3 im Marketing wichtig?

Weil CM3 Kampagnen näher an echter Profitabilität bewertet als Umsatz oder ROAS allein.

Fazit

CM3 ist die Kennzahl für alle, die wissen wollen, was nach dem Marketing-Erfolg wirklich übrig bleibt. Sehr praktisch, manchmal ernüchternd, fast immer hilfreich.

Quellen, weiterführende Links

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