Lexikon CPO Cost per Order

Definition CPO Cost per Order

CPO steht für Cost per Order und beschreibt die durchschnittlichen Kosten, die entstehen, um eine Bestellung zu erzielen. Die Kennzahl setzt Marketingkosten ins Verhältnis zur Zahl der Bestellungen.

Besonders im E-Commerce wird sie genutzt, um Werbe- oder Marketingmaßnahmen am Umsatzgeschehen zu messen. Anders als bei Klickpreisen steht hier eine abgeschlossene Bestellung im Mittelpunkt.

Inhaltsübersicht

CPO bewertet Bestellungen, nicht Gewinn. Ein niedriger CPO kann bei niedrigem Warenkorb oder hoher Retourenquote trotzdem problematisch sein.

Warenkorb mit Preisschild und die Formel Kosten geteilt durch Bestellungen ergibt den CPO.
CPO zeigt, wie teuer eine Bestellung aus Marketing- oder Werbemaßnahmen durchschnittlich ist.

Bedeutung Warum ist CPO wichtig?

CPO ist wichtig, weil er Kampagnen näher am Umsatzgeschehen bewertet als Kennzahlen wie CPC oder CPM. Besonders Shops wollen wissen, was eine Bestellung kostet.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob dieser Wert mit Warenkorb, Marge und Wiederkauf zusammenpasst. Ein Einzelwert ohne diesen Zusammenhang führt schnell zu falschen Schlüssen.

Funktionsweise Wie berechnet man den CPO?

Die Formel lautet: CPO = Kosten geteilt durch Anzahl der Bestellungen. In vier Schritten kommen Sie zum Ergebnis:

  1. Kosten festlegen: Entscheiden Sie, ob reine Werbekosten oder breitere Marketingkosten zählen.
  2. Zeitraum wählen: Legen Sie eine Kampagne oder einen Zeitraum fest.
  3. Bestellungen zählen: Erfassen Sie die Bestellungen, die zu dieser Kampagne gehören.
  4. Teilen und prüfen: Dividieren Sie die Kosten durch die Bestellungen und behalten Sie Stornos und Retouren im Blick.

Beispiel CPO in der Praxis

Eine Kampagne kostet 3.000 Euro und erzeugt 150 Bestellungen. Der CPO liegt damit bei 20 Euro.

Bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 60 Euro und 35 Prozent Marge bleiben vor weiteren Kosten 21 Euro Deckungsbeitrag. Dann wird es eng, denn nach dem CPO bleibt kaum etwas für alle übrigen Kosten übrig.

Praxis CPO im Online-Marketing

Im Online-Marketing hilft der CPO bei Shop-Kampagnen, Affiliate-Marketing, SEA, Social Ads und Preisaktionen. Er zeigt, ob eine Maßnahme Bestellungen zu tragbaren Kosten bringt. Zur wirtschaftlichen Steuerung gehört der Blick auf andere Kennzahlen, die jeweils eine eigene Frage beantworten:

  • AOV: Trägt der Warenkorb die Kosten je Bestellung?
  • ROAS: Wie viel Umsatz entsteht je eingesetztem Werbeeuro?
  • Deckungsbeitrag: Bleibt nach dem CPO noch etwas übrig?
  • Retouren: Wie viele Bestellungen bleiben tatsächlich erhalten?
  • CLV: Rechtfertigt der Wiederkauf die Kosten je Bestellung?

Abgrenzung Typische Fehler beim CPO

CPO und CPA liegen nah beieinander, werden aber oft verwechselt: Der CPO bezieht sich auf Bestellungen, ein CPA kann jede definierte Aktion meinen. Zu den Stolperfallen zählen Retouren, die nicht abgezogen werden und die Rechnung verfälschen, sowie die gleiche Bewertung von Neu- und Bestandskunden, obwohl beide einen unterschiedlichen Wert für das Geschäft haben. Wer nur auf die Anzahl der Bestellungen optimiert, übersieht außerdem deren Qualität.

FAQ Häufige Fragen zu CPO

Was bedeutet CPO?

CPO steht für Cost per Order und beschreibt Kosten pro Bestellung.

Wie berechnet man CPO?

Die Kosten eines Zeitraums oder einer Kampagne werden durch die Anzahl der Bestellungen geteilt.

Was ist der Unterschied zwischen CPO und CPA?

CPO bezieht sich auf Bestellungen. Ein CPA kann jede definierte Aktion meinen, etwa Lead, Registrierung oder Kauf.

Fazit

CPO ist für Shops sehr praktisch, aber nur als Teil der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Die Bestellung ist nicht das Ende der Rechnung.

Quellen, weiterführende Links

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